Morbus Waldenström (MW)

Morbus Waldenström (MW) – Wissenswertes zu Ursachen, der Diagnose, Therapien, Prognose und Nachsorge

 

Was ist Morbus Waldenström (MW)?

Der Morbus Waldenström (MW), auch als Waldenströms Makroglobulinämie, Immunzytom oder Lymphoplasmozytisches Lymphom bezeichnet, gehört zur Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome, einer Gruppe von bösartigen Erkrankungen, die von den Zellen des lymphatischen Systems, das heißt von den B- und T-Lymphozyten, ausgehen.1,2,3 Non-Hodgkin-Lymphome gehören – zusammen mit den Hodgkin-Lymphomen – allgemein zu den Lymphomen. Dieser Begriff umfasst verschiedene gut- und bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems. 2,3 Der Name Morbus Waldenström lässt sich auf den schwedischen Internisten Jan Gösta Waldenström zurückführen, der sie erstmals beschrieben hat.3

Was passiert bei Morbus Waldenström im Körper?

Beim Morbus Waldenström vermehren sich bösartig veränderte (entartete, maligne) B-Lymphozyten vor allem im Knochenmark, aber auch in den Lympknoten oder in der Milz.2 Im Gegensatz zu normalen B-Lymphozyten sind diese aber für die Immunabwehr untauglich und sammeln sich zudem immer weiter im Knochenmark sowie in den lymphatischen Organen an und verdrängen so die normale Blutbildung.In der Folge werden immer weniger gesunde Blutzellen gebildet. So werden ihre Aufgaben innerhalb des Körpers, wie beispielsweise die Immunabwehr, zunehmend weniger verrichtet, sodass Erkrankte anfälliger für Infektionen werden. Kennzeichnend für den Morbus Waldenström ist, dass die bösartigen B-Lymphozyten außerdem unkontrolliert große Mengen des Antikörpers Immunglobulin M (IgM) produzieren, die nicht funktionsfähig sind.2 Medizinisch wird dies monoklonale Gammopathie genannt.3

Der Morbus Waldenström zählt aufgrund seines langsamen und regelmäßigen Wachstums zu den indolenten, das heißt langsam wachsenden, B-Zell-Lymphomen.6

 

Häufigkeit von Morbus Waldenström

Der Morbus Waldenström ist eine sehr seltene Erkrankung. Sie macht nur etwa ein bis zwei Prozent aller Krebserkrankungen des Blutes aus.2

Mit fortschreitendem Alter nimmt die Häufigkeit des Morbus Waldenströms zu. Das durchschnittliche Erkrankungsalter bei Erstdiagnose liegt in etwa bei 65 Jahren. Männer sind häufiger von Morbus Waldenström betroffen als Frauen. Zudem erkranken hellhäutige Menschen öfter daran.4

 

Morbus Waldenström: Ursachen und Risikofaktoren

Für Morbus Waldenström ist die Ursache eine zufällige Veränderung (Mutation) der genetischen Information eines einzelnen B-Lymphozyten. In den meisten Fällen, das heißt bei über 90 Prozent der Erkrankten, handelt es sich um eine Mutation des Gens MYD88.3,4 Dieses Gen ist normalerweise für die Steuerung des Wachstums von Lymphozyten verantwortlich.Durch die Veränderung ist die Funktion des Gens gestört und die betroffene Zelle stirbt nicht nach einer vorgesehenen Zeit ab – wie es normal wäre – sondern teilt sich immer weiter und gibt die Mutation an ihre Tochterzellen weiter.4 Bei etwa 30 Prozent der Betroffenen findet sich eine Mutation im Gen CXCR4.3

Was die Ursache für das Entstehen der Mutation beim Morbus Waldenström ist, ist allerdings noch nicht bekannt.4 Es wurden aber verschiedene Faktoren gefunden, die das Erkrankungsrisiko erhöhen können.3 Wichtigster Risikofaktor ist eine genetische Komponente: Ist ein Verwandter ersten Grades an Morbus Waldenström erkrankt, ist das Risiko, selbst daran zu erkranken, 20-fach erhöht.3 Dies bestätigt auch die Tatsache, dass bei bis zu 20 Prozent der Erkrankten ein Verwandter ersten Grades auch an einem Lymphom erkrankt ist.4

Studien weisen außerdem darauf hin, dass Infektionen oder Autoimmunerkrankungen das Risiko für Morbus Waldenström erhöhen können.3 Unklar ist auch noch, ob bestimmte Umgebungsfaktoren einen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko haben.4

 

Typische Symptome bei Morbus Waldenström

Zu den häufigsten Symptomen beim Morbus Waldenström zählen Müdigkeit und Leistungsschwäche. Etwa 70 Prozent der Betroffenen leiden darunter. Ursache für diese Beschwerden ist die starke Vermehrung der Krebszellen, die die normale Blutbildung im Knochenmark unterdrücken und dadurch unter anderem eine Anämie, das heißt einen Mangel an Erythrozyten (den roten Blutzellen) und Hämoglobin (dem roten Blutfarbstoff) verursachen. Die roten Blutkörperchen sind für den Transport von Sauerstoff im Blut verantwortlich. Sind sie in zu geringer Konzentration vorhanden, werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, Betroffene sind schnell müde und außer Atem.

Außerdem kommt es bei 30 Prozent der an Morbus Waldenström Erkrankten zu einer erhöhten Neigung zu Infekten aufgrund einer Leukozytopenie, einem Mangel an weißen Blutzellen, den Leukozyten. Durch eine Thrombozytopenie, einem Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen),  leiden 10 Prozent der Betroffenen unter einer Störung der Blutgerinnung und in der Folge an einer erhöhten Blutungsneigung. Diese zeigt sich durch schlecht zu stoppende Blutungen bei einer Verletzung, durch häufiger auftretende Blutergüsse und flohstichartige Einblutungen an der Haut.5

Zudem können beim Morbus Waldenström sogenannte uncharakteristische B-Symptome auftreten, wie:5

  • Fieber (über 38,5°C) ohne erkennbare Ursache
  • Gewichtsabnahme von mehr als zehn Prozent des Körpergewichts innerhalb von sechs Monaten
  • Nächtliches Schwitzen (meist zwischen zwei und fünf Uhr morgens)

Aufgrund der hohen Konzentration an Lymphozyten kann es zu schmerzlosen Schwellungen der Lymphknoten und einer Vergrößerung von Leber und Milz kommen.5 Diese Vergrößerungen werden als Lymphom bezeichnet, was ein Sammelbegriff für chronische Lymphknotenvergrößerungen beziehungsweise Lymphknotenschwellungen und Tumoren des Lymphgewebes ist.

Die für den Morbus Waldenström typische Produktion des „falschen“ Immunglobulin M kann zu einer Verdickung des Blutes führen. Dieses sogenannte Hyperviskositätssyndrom kann Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Hörstörungen hervorrufen. Wenn sich die übermäßig produzierten Antikörper gegen eigene Nerven richten, kann es zu Nervenschmerzen kommen. Außerdem können sie körpereigene Blutgerinnungsfaktoren blockieren und auf diese Weise die Blutungsneigung fördern.5

 

Die Diagnose – Wie wird Morbus Waldenström festgestellt?

Die Diagnose Morbus Waldenström wird oft nur zufällig gestellt, weil sich die Erkrankung über Jahre hinweg schleichend entwickelt.2 Um einen Morbus Waldenström zu erkennen, wird der Arzt in einem ausführlichen Gespräch mit dem Erkrankten zunächst nach den Beschwerden fragen, vor allem nach den unspezifischen B-Symptomen (Fieber, Gewichtsverlust, Nachtschweiß).3 Danach folgt eine körperliche Untersuchung, bei der er zum Beispiel die Lymphknoten auf eine mögliche Vergrößerung hin abtasten oder die Größe der Leber und Milz untersuchen wird. Außerdem wird eine neurologische Untersuchung und bei Sehstörungen eine Spiegelung des Augenhintergrunds durchgeführt.3

Für eine eindeutige Diagnose von Morbus Waldenström sind zwei Befunde zwingend erforderlich: Zum einen muss im Knochenmark ein sogenanntes lymphoplasmozytisches Lymphom (LPL) nachgewiesen werden können. Zum anderen muss im Blut das von den Krebszellen produzierte nicht funktionsfähige, monoklonale Immunglobulin M (IgM) vorhanden sein.6 Für eine eindeutige Diagnose sind daher verschiedene weitere Untersuchungen notwendig.

Blutuntersuchung

Bei der Blutuntersuchung bestimmt der Arzt die Konzentration der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen. Außerdem werden verschiedene weitere spezielle Blutwerte gemessen, anhand derer sich der allgemeine Gesundheitszustand des Erkrankten überprüfen, die Funktion von Leber und Nieren überwachen und die Auswirkungen des Morbus Waldenström auf den Körper feststellen lassen.3 Außerdem kann anhand einer Blutprobe festgestellt werden, ob monoklonales IgM im Blut vorhanden ist.6

Knochenmark- und Lymphknotenbiopsie

Bei einer Knochenmarkbiopsie wird unter Betäubung mittels einer Knochenstanze in der Regel aus dem Beckenkamm etwas Knochenmark, dem schwammartigen Gewebe in allen größeren Knochen, entnommen. Die Probe (Biopsie) wird anschließend durch einen Pathologen auf das Vorliegen eines Lymphoms überprüft, indem er unter dem Mikroskop nach den typischen Veränderungen der Zellen bei einem Morbus Waldenström sucht.

Zeigt ein Lymphknoten eine Vergrößerung, wird dieser meist vollständig entfernt und das Gewebe durch einen auf Lymphome spezialisierten Pathologen untersucht. Ist der vergrößerte Lymphknoten nur schwer zugänglich, kann alternativ auch eine Gewebeprobe mithilfe einer Stanzbiopsie entnommen werden. Bei dieser Methode kann eine relativ große Probe entnommen werden. Bei Biopsien, die mithilfe einer Feinnadel gewonnen werden, ist die Probenmenge für eine Diagnosestellung von Morbus Waldenström nicht ausreichend.6

Genetische Untersuchungen

Eine genetische Untersuchung auf das Vorliegen der Mutation MYD88 kann im Rahmen der Diagnose durchgeführt werden. Allerdings kommt diese Veränderung des Erbguts auch bei anderen Lymphomen vor und ist nicht spezifisch für Morbus Waldenström.6 Sie kann aber hilfreich bei einem unklaren Befund oder für die spätere Therapieplanung sein.3

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Mithilfe einer strahlenfreien Ultraschalluntersuchung kann der Arzt feststellen, ob durch den Morbus Waldenström innere Organe wie Leber oder Milz sowie die Lymphknoten vergrößert sind.3

Computertomographie (CT)

Eine Computertomographie ist eine Röntgenaufnahme, bei der der Körper Schicht für Schicht dargestellt wird. Aus diesen Aufnahmen kann der Arzt ein dreidimensionales Bild vom Inneren des Körpers erstellen und so überprüfen, ob Organe, wie beispielsweise Lymphknoten oder Milz, vergrößert sind.3

 

Morbus Waldenström: Stadien

Die Stadieneinteilung beim Morbus Waldenström spielt im Gegensatz zu vielen anderen Krebserkrankungen nur eine untergeordnete Rolle.2 Da bei der Erkrankung grundsätzlich immer das Knochenmark befallen ist, werden alle Patienten einem fortgeschrittenen Stadium, dem Stadium IV, zugeordnet.3,6 Stattdessen wird versucht, anhand einiger einfach zu erhebender Risikofaktoren eine Aussage über den Krankheitsverlauf zu treffen.2,7

Diese Risikofaktoren sind:3

  • Alter ≥ 65 Jahre
  • Hämoglobinwert (Hb-Wert) ≤ 11,5 g/dl
  • Thrombozyten (Blutplättchen) ≤ 100.000/μl
  • Beta-2-Mikroglobulin > 3 mg/l
  • IgM-Antikörper > 70 g/l

Je nachdem, wie viele dieser Faktoren zutreffen, werden an Morbus Waldenström Erkrankte in drei Risikogruppen eingeteilt:7

  • Niedriges Risiko: 0 bis 1 Faktoren (außer Alter) treffen zu
  • Mittleres (intermediäres) Risiko: Alter oder 2 Faktoren treffen zu
  • Hohes Risiko: 3 bis 5 Faktoren treffen zu

Wie die Erkrankung allerdings tatsächlich verläuft, hängt von vielen weiteren Faktoren ab und kann von Betroffenem zu Betroffenem sehr unterschiedlich sein.7

 

Therapie bei Morbus Waldenström

Eine Therapie beim Morbus Waldenström muss nicht immer sofort nach der Diagnose erfolgen.2 Da die Erkrankung derzeit noch nicht geheilt werden kann und keine Daten zeigen, dass eine frühzeitige Therapie die Prognose der Betroffenen verbessert, sollte vor Beginn Nutzen und Risiko einer Behandlung abgewogen werden.3 Zeigt der Betroffene keine Symptome (asymptomatischer Verlauf), ist in vielen Fällen beim Morbus Waldenström keine Therapie notwendig.8 Allerdings sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, um gegebenenfalls rechtzeitig eine Therapie einleiten zu können. Diese Strategie wird auch als „Abwartendes Verhalten“ oder auf Englisch „Watch & Wait“ bezeichnet.8

Sind Symptome beim Morbus Waldenström vorhanden oder stellen sich diese nach und nach ein, sollte eine Therapie begonnen werden. Auch wenn es zu Veränderungen im Blutbild kommt, beispielsweise zu einer Anämie (Blutarmut), wird meist eine Behandlung eingeleitet.8

Grundsätzlich stehen verschiedene Optionen für die Behandlung von Morbus Waldenström zur Verfügung, welche auch miteinander kombiniert oder nacheinander durchgeführt werden können.2 Welche Therapie im Einzelfall für den Patienten die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind beispielsweise mögliche Begleiterkrankungen, das Alter und der körperliche Allgemeinzustand des Erkrankten.3,8

Immunchemotherapie

Beim Morbus Waldenström wird in der Regel bei allen Patienten eine Immunchemotherapie durchgeführt.3 Bei dieser Behandlung handelt es sich um eine Kombination aus einer Chemotherapie und einem monoklonalen Anti-CD20-Antikörper.3 Bei einer Chemotherapie werden sogenannte Zytostatika verabreicht, die in der Lage sind, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen und so den Tumor „absterben“ zu lassen. Der Anti-CD20-Antikörper bindet an die Oberfläche der Krebszellen und zerstört diese.8 Im Gegensatz zu Zytostatika richtet er sich also gezielt gegen die Krebszelle und schont gesundes Gewebe.

Bei älteren Patienten mit Begleiterkrankungen und einem reduzierten Allgemeinzustand kann eine niedrig dosierte Chemotherapie in Kombination mit einem Anti-CD20-Antikörper oder alternativ auch eine Monotherapie mit einem Anti-CD20-Antikörper gegeben werden.3

Weitere gezielte Therapien bei Morbus Waldenström

Bei an Morbus Waldenström Erkrankten, die keine Immunchemotherapie erhalten können, kann gegebenenfalls eine gezielte Therapie mit einem Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTK-Inhibitor) durchgeführt werden.3 Die Bruton-Tyrosinkinase ist ein Enzym, das eine zentrale Rolle bei der intrazellulären Signalübertragung in B-Lymphozyten spielt. Wird sie gehemmt, kann das Wachstum der Krebszellen unterbunden werden und die Zelle stirbt ab.8

Stammzelltransplantation

Eine autologe Stammzelltransplantation wird häufig bei jungen und ansonsten gesundheitlich fitten Patienten mit Morbus Waldenström durchgeführt, bei denen es nach einer erfolgreichen Ersttherapie zu einem Rückfall (Rezidiv) gekommen ist.3 Bei dieser Art der Stammzelltransplantation werden zunächst eigene Stammzellen gesammelt und anschließend wieder zurückgegeben. Da eine allogene Stammzelltransplantation, bei der Stammzellen von gesunden Fremdspendern übertragen werden, mit hohen Risiken und Nebenwirkungen verbunden sein kann, wird sie nur in seltenen Fällen bei jüngeren Patienten durchgeführt, bei denen der Morbus Waldenström aggressiv voranschreitet.8

Bevor die gesunden Stammzellen übertragen werden können, müssen mithilfe einer hochdosierten Chemotherapie alle vorhandenen kranken blutbildenden Stammzellen im Knochenmark zerstört werden.3

Plasmapherese

Eine Plasmapherese kann bei Morbus Waldenström durchgeführt werden, wenn es aufgrund der vielen „falschen“ Antikörper zum Hyperviskositätssyndrom gekommen ist. Dabei wird das Blutplasma, das heißt der flüssige Bestandteil des Blutes, mithilfe eines Plasmapheresegeräts ausgetauscht und auf diese Weise die hohe Konzentration des Antikörpers im Blut gesenkt. Die Plasmapherese wird vor einer Immunchemotherapie eingeleitet.8

Wenn Sie mehr zur Therapie von Janssen beim Morbus Waldenström erfahren möchten und Arzt sind, können Sie dies durch Anmeldung bei der Janssen Medical Cloud Österreich. Aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes ist es nicht gestattet, diese Fachkreise-Informationen öffentlich bereit zu stellen.

 

Prognose von Morbus Waldenström

Für Morbus Waldenström hat sich die Prognose in den letzten drei Jahrzehnten kontinuierlich verbessert. Die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 78 Prozent.3 Sie hängt allerdings stark von den vorhandenen Risikofaktoren ab. Bei Patienten mit einem niedrigen Risiko leben nach 5 Jahren im Durchschnitt noch 87 Prozent der Erkrankten, bei einem hohen Risiko etwa 36 Prozent.3

 

Nachsorge bei Morbus Waldenström

Die Nachsorge beim Morbus Waldenström schließt sich an die Therapie an, die zwar die Symptome der Erkrankung beseitigen, aber die Krankheit nicht heilen kann. Ziel der Nachsorge ist es, rechtzeitig zu erkennen, ob es zu einem Rückfall gekommen ist oder die Erkrankung voranschreitet, und ob mögliche Langzeitnebenwirkungen der Therapien, wie beispielsweise Zweittumoren, entstanden sind. In den ersten zwei Jahren nach Therapieende werden deshalb in der Regel alle drei Monate Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Ab dem dritten Jahr kann das Intervall auf jährliche Untersuchungen verlängert werden.2,9

Bei den Nachsorgeuntersuchungen werden mögliche Beschwerden abgefragt und eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Außerdem werden die Konzentrationen der verschiedenen Blutzellen und des Immunglobulin M (IgM) bestimmt sowie verschiedene weitere Blutwerte kontrolliert. Je nach Befund oder Beschwerden können weitere Untersuchungen eingeleitet werden.9

 

Studien zum Morbus Waldenström

Bevor ein neues Medikament zugelassen und eingeführt wird, finden umfangreiche klinische Studien, oder auch klinische Prüfungen, statt. Ziel ist es, sorgfältig zu untersuchen, ob neue Arzneimittel sicher, verträglich und wirksam sind. Sollen bereits bestehende Therapien weiterentwickelt werden, sind ebenfalls entsprechende Studien erforderlich.

Vor allem beim Morbus Waldenström ist aufgrund seiner Seltenheit für eine stetige Verbesserung der Therapie wichtig, dass möglichst viele Erkrankte im Rahmen von klinischen Studien behandelt werden.10

Wenn Sie Arzt sind, können Sie nach Ihrer Anmeldung in der Janssen Medical Cloud  mehr zu unseren Studien und Leitlinien erfahren. Aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes ist es nicht gestattet, diese Fachkreise-Informationen öffentlich bereit zu stellen.

 

Janssen in der Therapie von Morbus Waldenström

Als forschendes Pharmaunternehmen engagiert Janssen sich seit über 30 Jahren in der Onkologie mit dem Ziel, Ärzten und Krebspatienten mithilfe von kontinuierlicher Forschung bestmögliche Therapieoptionen zu bieten. In dieser Zeit konnten bedeutende medizinische Fortschritte erreicht werden, so auch in der Indikation des Morbus Waldenström.

Ärzte finden auf dieser Website weitere Informationen zur Therapie des Morbus Waldenströms. Aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes sind wir nicht berechtigt, Ihnen diese Fachkreise-Informationen öffentlich zur Verfügung zu stellen. Als Arzt erfahren Sie mehr nach Ihrer Anmeldung in der Janssen Medical Cloud.

 

Patienten-Tool „Blutkrebs-Guidebook“

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Quellen

  1. AMBOSS – Fachwissen für Mediziner: Non-Hodgkin-Lymphome. Abgerufen unter amboss.com/de/wissen/Non-Hodgkin-Lymphome; letzter Zugriff am 16.09.2020.
  2. Kompetenznetz Maligne Lymphome: Morbus Waldenström. Abgerufen unter: lymphome.de/morbus-waldenstroem/; letzter Zugriff am 16.09.2020.
  3. Onkopedia-Leitlinien: Morbus Waldenström (Lymphplasmozytisches Lymphom). Abgerufen unter: onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/morbus-waldenstroem-lymphoplasmozytisches-lymphom/@@guideline/html/index.html; Letzter Zugriff am 16.09.2020.
  4. Kompetenznetz Maligne Lymphome: Morbus Waldenström. Häufigkeit & Ursache. Abgerufen unter: lymphome.de/morbus-waldenstroem/haeufigkeit-ursache/; letzter Zugriff am 16.09.2020.
  5. Kompetenznetz Maligne Lymphome: Morbus Waldenström. Symptome. Abgerufen unter: lymphome.de/morbus-waldenstroem/symptome/; letzter Zugriff am 16.09.2020.
  6. Kompetenznetz Maligne Lymphome: Morbus Waldenström. Diagnose. Abgerufen unter: lymphome.de/morbus-waldenstroem/diagnose/; letzter Zugriff am 16.09.2020.
  7. Kompetenznetz Maligne Lymphome: Morbus Waldenström. Stadien & Risikofaktoren. Abgerufen unter: lymphome.de/morbus-waldenstroem/stadien-risikofaktoren/; letzter Zugriff am 16.09.2020.
  8. Kompetenznetz Maligne Lymphome: Morbus Waldenström: Therapie. Abgerufen unter: lymphome.de/morbus-waldenstroem/therapie/; letzter Zugriff am 16.09.2020.
  9. Kompetenznetz Maligne Lymphome: Morbus Waldenström. Nachsorge. Abgerufen unter: lymphome.de/morbus-waldenstroem/nachsorge/; letzter Zugriff am 16.09.2020.
  10. Kompetenznetz Maligne Lymphome: Morbus Waldenström. Ausblick. Abgerufen unter: lymphome.de/morbus-waldenstroem/ausblick/; letzter Zugriff am 16.09.2020.

 

CP-211891